Badende. 1913.
Gips.
Schubert 71 A 5. Höhe: 23,1 cm (9 in).
Fragment der ursprünglich 92 cm hohen Plastik. Lebzeitguss. Gegossen vor 1919. [AM].
PROVENIENZ: Leo Nachtlicht, Berlin, seit spätestens 1928 (seit Januar 1930 als Sicherungsübereignung an die Danat-Bank, später Dresdner Bank).
Galerie Ferdinand Möller, Berlin (in Kommission Januar 1932 – Dezember 1933).
Geheimrat Gustav Brecht, Köln (im Dezember 1933 vom Vorgenannten erworben).
Christoph Brecht, Essen (durch Erbschaft vom Vorgenannten).
Seither in Familienbesitz.
Das Werk ist frei von Restitutionsansprüchen. Das Angebot erfolgt in freundlichem Einvernehmen mit den Erben nach Leo Nachtlicht auf Grundlage einer gerechten und fairen Lösung.
AUSSTELLUNG: Ausstellung neuerer deutscher Kunst aus Berliner Privatbesitz, Nationalgalerie Berlin April 1928, Kat.-Nr. 96 (dieses Exemplar).
Galerie Ferdinand Möller, Ausstellung 30 deutsche Künstler, Juli-September 1933, Kat.-Nr. 32 (dieses Exemplar).
LITERATUR: Lynn Rother, Die Dresdner Bank als „marchand-amateur“? Zur Rolle der Banken im Kunstmarkt während des Nationalsozialismus, in: Uwe Fleckner u.a. (Hrsg.), Markt und Macht. Der Kunsthandel im „Dritten Reich“, Berlin 2017, S. 67-91, hier S. 77-81 und 85f. (dieses Exemplar).
Lynn Rother, Kunst durch Kredit. Die Berliner Museen und ihre Erwerbungen von der Dresdner Bank 1935, Berlin/Boston 2017, S. 197 Anm. 95, S. 216, 220f. (dieses Exemplar).
Rechnung der Galerie Ferdinand Möller an Geheimrat Gustav Brecht, Köln, vom 15.12.1933 mit Zahlungsbeleg vom 19.12.1933 und Begleitschreiben (Familienbesitz).
Ohne Titel („Badende“ von Wilhelm Lehmbruck), Nachlass Ferdinand Möller, Berlinische Galerie, Werkfotografien, BG-KA-N/F.Möller-F0743 (dieses Exemplar).
Brief August Hoff an Ferdinand Möller, 2.7.1932, Nachlass Ferdinand Möller, Berlinische Galerie, BG-GFM-C,II 1,126-1,152 (dieses Exemplar).
Empfangsbestätigung der Nationalgalerie Berlin für die Ausstellung von 1928, Zentralarchiv der staatlichen Museen zu Berlin, ZA I_NG 719 S. 368 (dieses Exemplar).
„Ein jedes Kunstwerk muß etwas von den ersten Schöpfungstagen haben, von Erdgeruch, man könnte sagen: etwas Animalisches. Alle Kunst ist Maß. Maß gegen Maß, das ist alles. Die Maße, oder bei Figuren die Proportionen, bestimmen den Eindruck, bestimmen die Wirkung, bestimmen den körperlichen Ausdruck, bestimmen sie Linie, die Silhouette und alles.“
Wilhelm Lehmbruck, zit. nach: Paul Westheim, Wilhelm Lehmbruck, Potsdam-Berlin 1919, S. 61.

